Wenn Widersprüche neue Perspektiven eröffnen: Erste TedX-Veranstaltung an der ISR 

Gestern hatten wir die große Freude, das erste TEDxYouth-Event an der ISR zu veranstalten, welches von unseren Schülerinnen und Schülern Derinsu und Carl – gemeinsam mit ihrem engagierten Team – organisiert wurde. Unter dem Leitgedanken Paradox brachte die Veranstaltung unsere Schulgemeinschaft zu einem Abend voller inspirierender Ideen und reflektierender Gedanken zusammen und beleuchtete verschiedene Paradoxien aus den Perspektiven von vier beeindruckenden Rednerinnen.

Die vier Rednerinnen näherten sich dem Thema aus unterschiedlichen und gleichermaßen anregenden Blickwinkeln.

Hannah Helmke zeigte, dass Menschen zwar oft wissen, welche Entscheidungen klimaschädlich sind, ihr Verhalten aber dennoch rechtfertigen. Wissen allein führt also nicht automatisch zu verantwortungsvollem Handeln. Deshalb setzt ihre Firma right° based on science darauf, abstrakte Emissionszahlen verständlicher zu machen. Sie übersetzt CO₂-Werte in Grad Celsius, damit sichtbar wird, welchen Beitrag Unternehmen, Produkte oder Entscheidungen zur Erderwärmung leisten. Das zentrale Paradoxon lautet: Menschen haben häufig genug Informationen, handeln aber erst dann bewusster, wenn diese Informationen konkret, verständlich und persönlich relevant werden.

Deborah Hüller, Partnerin Public Sector bei IBM Consulting und Vorstandsmitglied der Initiative D21 e. V., sprach über Künstliche Intelligenz und Menschlichkeit und stellte wichtige Fragen zu Technologie, Ethik und der Bedeutung menschlicher Beziehungen in einer zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt.

Ananya Talreja, Schülerin am Albert-Einstein-Gymnasium, richtete den Blick auf das menschliche Bedürfnis, immer mehr haben zu wollen, selbst wenn bereits alles vorhanden ist, und regte damit zur Auseinandersetzung mit Ambition, Zufriedenheit und Perspektive an. Linda Kastrup von Fridays for Future Deutschland thematisierte das Paradox des Klimabewusstseins und ging der Frage nach, warum so viele Menschen den Klimawandel kennen, ihr Verhalten jedoch nur schwer verändern. Dabei betonte sie auch die Verantwortung von Politik und Unternehmen und machte deutlich, dass nachhaltige Veränderung nicht allein von Einzelpersonen, sondern ebenso von übergeordneten Strukturen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern abhängt.

Gemeinsam regten die Vorträge bei den Zuhörerinnen und Zuhörern Neugier, Reflexion und Gespräche an. Die Pause sowie der Networking-Teil boten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Gästen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Eindrücke der Veranstaltung auszutauschen.

Wir möchten uns besonders auch bei unseren Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 7, Yukichiyo und Soji, bedanken, die die Veranstaltung mit einer hervorragenden Jazz-Darbietung auf Klavier und Kontrabass eröffneten. Ebenso danken wir unserem Sechstklässler Aniego, der das Publikum zwischen den Vorträgen mit einem beeindruckenden Klavierspiel unterhielt.

Der Abend war ein großer Erfolg und ein eindrucksvolles Beispiel für das Engagement und die Eigeninitiative unserer Schülerinnen und Schüler am ISR. Ein besonderer Dank gilt Derinsu, Carl und ihrem Team für die Organisation dieses unvergesslichen Events sowie allen Rednerinnen und Rednern und Gästen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Wenn du möchtest, formuliere ich ihn noch etwas kürzer, noch offizieller oder mehr im Stil einer Website-News.