Welche CAS-Aktivitäten sind im IB anerkannt?

ISR International School on the Rhine ·

Im IB-Diplom sind CAS-Aktivitäten in drei Kategorien unterteilt: Creativity (Kreativität), Activity (körperliche Aktivität) und Service (Gemeinschaftsdienst). Schülerinnen und Schüler müssen über die gesamte Laufzeit des Diploms hinweg in allen drei Bereichen aktiv sein und dabei persönliches Wachstum sowie reflektiertes Lernen nachweisen. Die folgenden Abschnitte beantworten die häufigsten Fragen rund um anerkannte CAS-Aktivitäten im Detail.

Welche Kategorien gibt es bei CAS im IB-Diplom?

CAS im IB-Diplom besteht aus drei gleichwertigen Kategorien: Creativity umfasst kreative und künstlerische Tätigkeiten, Activity steht für körperliche Bewegung und Sport, und Service bezeichnet ehrenamtliches Engagement zugunsten anderer. Zusammen bilden diese drei Säulen das Herzstück des CAS-Programms und sollen Schülerinnen und Schüler über den akademischen Unterricht hinaus fördern.

Das Akronym CAS steht also für genau diese drei Bereiche. Wichtig ist, dass es keine feste Stundenanzahl pro Kategorie gibt, die das IB vorschreibt. Stattdessen erwartet das IB, dass Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum regelmäßig engagiert sind und ihre Erfahrungen in einem Lernjournal reflektieren. Entscheidend ist nicht die Quantität, sondern die Qualität und die persönliche Entwicklung, die durch die Aktivitäten entsteht.

Alle CAS-Aktivitäten müssen außerdem in Bezug auf sieben sogenannte CAS Learning Outcomes reflektiert werden, die Bereiche wie Selbstwahrnehmung, Teamarbeit, ethisches Handeln und globales Bewusstsein abdecken.

Was zählt als Creativity-Aktivität im IB?

Als Creativity im IB CAS gelten alle Aktivitäten, bei denen Schülerinnen und Schüler kreative oder künstlerische Fähigkeiten einsetzen, entwickeln oder neu erlernen. Dazu zählen unter anderem Musik, Theater, bildende Kunst, Fotografie, Schreiben, Filmproduktion, Design und Programmierung, sofern ein kreativer Gestaltungsprozess im Vordergrund steht.

Entscheidend ist, dass die Aktivität eine echte kreative Herausforderung darstellt. Wer bereits seit Jahren Klavier spielt und einfach weitermacht, ohne neue Ziele zu verfolgen, erfüllt das Kriterium möglicherweise nicht ausreichend. Das IB erwartet, dass Schülerinnen und Schüler sich weiterentwickeln und diesen Prozess aktiv reflektieren.

Konkrete Beispiele für anerkannte Creativity-Aktivitäten sind:

  • Teilnahme an einer Schultheaterproduktion oder einem Schulorchester
  • Erlernen eines neuen Instruments oder einer neuen Kunsttechnik
  • Gestaltung eines eigenen Blogs, Podcasts oder YouTube-Kanals
  • Entwicklung einer App oder eines digitalen Projekts
  • Kreatives Schreiben oder Journalismus für eine Schulzeitung
  • Teilnahme an einem Kunst- oder Designwettbewerb

Auch Tätigkeiten, die Kreativität mit Service verbinden, können in dieser Kategorie angerechnet werden, sofern der kreative Anteil klar erkennbar ist.

Welche Aktivitäten werden als Activity im IB anerkannt?

Als Activity im IB CAS werden körperliche Aktivitäten anerkannt, die Bewegung, Fitness, Sport oder körperliche Geschicklichkeit in den Mittelpunkt stellen. Schülerinnen und Schüler sollen dabei ihre körperliche Gesundheit fördern und im besten Fall neue Fähigkeiten erwerben oder bestehende weiterentwickeln.

Auch hier gilt: Es geht nicht darum, Leistungssport zu betreiben. Entscheidend ist das persönliche Engagement und die Bereitschaft, sich körperlich herauszufordern. Wer eine neue Sportart ausprobiert, regelmäßig trainiert oder an Wettkämpfen teilnimmt, erfüllt die Anforderungen in der Regel gut.

Typische Beispiele für anerkannte Activity-Aktivitäten sind:

  • Mitgliedschaft in einem Schulteam oder Vereinssport (Fußball, Basketball, Volleyball etc.)
  • Regelmäßiges Schwimmen, Laufen oder Radfahren
  • Yoga, Kampfsport oder Tanzen
  • Bergsteigen, Klettern oder andere Outdoor-Aktivitäten
  • Teilnahme an einem Fitnessprogramm oder Rehabilitationssport
  • Erlernen einer neuen körperlichen Fähigkeit wie Skateboarden oder Reiten

Wichtig ist, dass reine Freizeitbeschäftigungen ohne Lernziel und Reflexion nicht automatisch als CAS-Aktivität gelten. Die Schülerin oder der Schüler muss nachweisen können, was sie oder er dabei gelernt hat oder wie sie oder er sich weiterentwickelt hat.

Was gilt als Service-Aktivität im IB?

Service im IB CAS bezeichnet freiwilliges Engagement, das anderen Menschen, der Gemeinschaft oder der Umwelt zugute kommt, ohne dass die Schülerin oder der Schüler dafür bezahlt wird. Der Schlüssel liegt im echten Mehrwert für andere und im Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung.

Das IB legt besonderen Wert darauf, dass Service nicht nur „getan“, sondern auch reflektiert wird. Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, warum ihr Einsatz wichtig ist, welche Wirkung er hat und was sie dabei über sich selbst und die Gesellschaft lernen.

Anerkannte Service-Aktivitäten umfassen zum Beispiel:

  • Nachhilfe für jüngere Schülerinnen und Schüler
  • Freiwilligenarbeit in sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern oder Tierheimen
  • Organisation von Spendenaktionen oder Wohltätigkeitsveranstaltungen
  • Umweltprojekte wie Aufräumaktionen oder Baumpflanzungen
  • Engagement in gemeinnützigen Organisationen oder NGOs
  • Betreuung älterer Menschen oder Menschen mit Behinderungen

Bezahlte Tätigkeiten werden grundsätzlich nicht als Service anerkannt, auch wenn sie einem guten Zweck dienen. Ebenso gilt familiäre Pflege, etwa die Betreuung von Geschwistern, in der Regel nicht als Service im Sinne des IB.

Können CAS-Aktivitäten mehrere Kategorien gleichzeitig abdecken?

Ja, CAS-Aktivitäten können mehrere Kategorien gleichzeitig abdecken. Das IB nennt solche Tätigkeiten CAS-Projekte und sieht sie ausdrücklich vor. Ein Projekt, das zum Beispiel die Organisation eines Sportevents für benachteiligte Jugendliche umfasst, kann gleichzeitig Activity und Service abdecken.

Besonders wertvoll sind Projekte, die alle drei Kategorien vereinen. Ein Beispiel wäre die Gründung einer Schulband, die Konzerte für wohltätige Zwecke gibt: Hier steckt Creativity in der musikalischen Arbeit, Activity im regelmäßigen Proben und körperlichen Einsatz auf der Bühne, und Service im gemeinnützigen Charakter der Auftritte.

Das IB empfiehlt sogar, mindestens ein größeres CAS-Projekt durchzuführen, das über mehrere Monate läuft und mehrere Lernziele abdeckt. Solche Projekte zeigen besonders gut, wie Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich planen, zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen können. Entscheidend ist dabei, dass jede Kategorie, die angerechnet werden soll, im Rahmen des Projekts auch tatsächlich substanziell vertreten ist.

Welche Aktivitäten werden vom IB nicht als CAS anerkannt?

Nicht alle Tätigkeiten, die sinnvoll oder wertvoll erscheinen, werden vom IB als CAS anerkannt. Aktivitäten, die Teil des regulären Schulunterrichts sind, bezahlte Arbeit, religiöse Praktiken oder Tätigkeiten ohne erkennbare Lernziele und Reflexion fallen in der Regel nicht unter CAS.

Konkret werden folgende Aktivitäten vom IB üblicherweise nicht als CAS anerkannt:

  • Reguläre Schulstunden, Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitung
  • Bezahlte Nebenjobs oder Praktika, für die eine Vergütung erhalten wird
  • Religiöse Aktivitäten wie Gottesdienste oder Gebetsgruppen
  • Familienaufgaben wie Kochen, Putzen oder Geschwisterbetreuung im Alltag
  • Passives Konsumieren, etwa Kinobesuche oder das Anschauen von Serien, auch wenn ein kreativer Bezug behauptet wird
  • Aktivitäten ohne jegliche Reflexion oder Dokumentation

Grundsätzlich gilt: Wenn eine Aktivität keine persönliche Herausforderung darstellt, keine Lernziele verfolgt oder nicht reflektiert werden kann, ist sie für CAS ungeeignet. Die Entscheidung liegt letztlich beim CAS-Koordinator der Schule, der die Aktivitäten genehmigt und begleitet.

Wie die ISR International School on the Rhine beim CAS-Programm unterstützt

Das CAS-Programm ist ein zentraler Bestandteil des IB-Diploms, und wir bei der ISR begleiten unsere Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg mit echter Begeisterung und konkreter Unterstützung. Unser Ziel ist es, dass jede Schülerin und jeder Schüler nicht nur die formalen Anforderungen erfüllt, sondern durch CAS wirklich wächst.

Was uns dabei auszeichnet:

  • Unsere CAS-Projekte an der ISR sind vielfältig, praxisnah und werden von erfahrenen Koordinatorinnen und Koordinatoren begleitet, die Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl und Planung ihrer Aktivitäten aktiv unterstützen.
  • Wir bieten eine breite Palette an schulinternen CAS-Möglichkeiten, von Sportteams und Kunstprojekten bis hin zu sozialen Initiativen, sodass Schülerinnen und Schüler passende Aktivitäten direkt im Schulumfeld finden können.
  • Drei hauptamtliche University & Career Counselors helfen dabei, CAS-Erfahrungen sinnvoll in Bewerbungsunterlagen für Universitäten weltweit einzubinden.
  • Als zertifizierte IB World School stellen wir sicher, dass alle CAS-Aktivitäten den aktuellen IB-Richtlinien entsprechen und sauber dokumentiert werden.
  • Unsere moderne Infrastruktur mit IT-Räumen, Naturwissenschaftslaboren und Sportstätten eröffnet Schülerinnen und Schülern kreative und körperliche Möglichkeiten direkt auf dem Campus.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir Ihre Kinder auf dem Weg durch das IB-Diplom begleiten, freuen wir uns darauf, Sie bei einem unserer Info-Tage persönlich kennenzulernen.

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