Liebfrauenschule als Mädchenschule für die Zukunft gesichert

Freitag, 26. März 2021

Pressetermin in Bensheim / Neuer Träger: ISR International School on the Rhine gGmbH

Bensheim/Mainz/Neuss. Die wesentlichen Profilelemente der Liebfrauenschule in Bensheim werden auch beim anstehenden Wechsel der Trägerschaft für die Zukunft erhalten bleiben: Die Liebfrauenschule bleibt eine Ersatzschule, sie bleibt eine Mädchenschule, erhält auch künftig die Tradition einer christlich orientieren Bildung und bewahrt den Realschulzweig. Diese Ergebnisse einer Vereinbarung des Bistums Mainz mit der ISR International School on the Rhine gGmbH wurden am Freitag, 26. März, vor Journalisten in der Liebfrauenschule in Bensheim der Öffentlichkeit vorgestellt. An dem Pressegespräch nahmen teil: der Mainzer Weihbischof und Generalvikar, Dr. Udo Markus Bentz, der geschäftsführende Gesellschafter der ISR, Peter Soliman, der Bildungsdezernent des Bistums Mainz, Ordinariatsdirektor Gereon Geissler, und die Leiterin der Liebfrauenschule, Ursula Machnik. Die ISR ist ein Schulträger aus Neuss und Düsseldorf, der eine internationale Ergänzungsschule, zwei Kindergärten und mit dem Franziskus Gymnasium Nonnenwerth (Remagen) eine ehemalige Schule des Ordens der Franziskanerinnen verantwortet.

Es ist geplant, dass die ISR bis Mitte des kommenden Jahres schrittweise in die Trägerschaft der Liebfrauenschule hineinwächst und anschließend die Trägerschaft der Schule verantwortlich übernimmt. Im Zuge der Verantwortungsübernahme der ISR wird auch die Sanierung des Haus Michael in Angriff genommen. Nachdem Anfang März bereits bei der Martinus-Schule in Mainz-Gonsenheim neue Träger bekannt gegeben werden konnten, erfolgt durch die Vereinbarung des Bistums mit der ISR nun der zweite Trägerwechsel im Rahmen der Neustrukturierung des Bildungsbereiches. Für die weiteren Schulen und Einrichtungen, die von den Strukturveränderungen betroffen sind, steht das Bistum derzeit in guten Verhandlungen.

Weihbischof Bentz: Schule hat eine gute und klare Perspektive

„Nun haben wir Klarheit über die Zukunft der Liebfrauenschule. Wir hatten versprochen, uns mit allen Kräften darum zu mühen, dass die Schule eine Mädchenschule mit christlicher Prägung bleiben kann. Das ist uns gelungen. Darüber bin ich sehr froh. Ich stehe zu meiner Überzeugung, dass die geduldige Mühe um Gespräche und Verhandlungen fernab einer öffentlichen Instrumentalisierung zielführend und sachdienlich ist. Das Bistum wird sich in der Zukunft pastoral in und für die Schule engagieren. Mit Herrn Soliman haben wir einen Partner, dem sehr viel an der christlichen Tradition der Schule und an einem partnerschaftlichen Miteinander mit der Pfarrgemeinde und dem Orden gelegen ist. Die Schule hat nun einen gute und klare Perspektive. Es ist mir ein großes Anliegen, der gesamten Schulgemeinschaft für ihren Einsatz für die Schule zu danken. Das vertrauensvolle und engagierte Mitwirken an den Gesprächen der vergangenen Wochen hat einen wichtigen Beitrag zum Gelingen geleistet“, betont Weihbischof Bentz.

Peter Soliman: Werte bleiben so wichtig wie die akademische Leistung

„Ich habe größten Respekt vor dem Bistum Mainz und den Schwestern des Maria Ward-Ordens. Beide haben die Liebfrauenschule zu einer Erfolgsgeschichte gemacht, die überregional anerkannt wird, und dabei das Mädchengymnasium durch manch schwierige Phasen manövriert. Künftig will die ISR mithelfen, das einzigartige Angebot zu erhalten und weiter zu verbessern. Es wird auf jeden Fall einen behutsamen Übergang geben: Wir wollen sehen, urteilen und gemeinsam handeln im Sinne einer langfristigen Partnerschaft. Die kommenden Monate sind für Planung und Vorbereitung vorgesehen. Gemeinsam mit Eltern, Schülerinnen, der Kirche und dem Kollegium wollen wir nachhaltig auf einen positiven Neuanfang im Schuljahr 2022/2023 hinarbeiten.

Es gibt keinen Zweifel, dass auch in Zukunft Werte und Persönlichkeit genauso wichtig sein werden wie akademische Leistung. Die Liebfrauenschule behält deshalb die christliche Orientierung. Damit verbunden bleiben Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Respekt und Vertrauen Grundlage der Bildung und Erziehung. Gerade in einer Zeit von Wandel und Unsicherheit ist die Vermittlung solcher Werte gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Ich bin überzeugt: Modernität und Flexibilität der ISR sowie Tradition und Werte der Liebfrauenschule werden sich hervorragend ergänzen. Unsere Erfahrung zeigt: In solch einer Konstellation ergibt 1 + 1 mehr als 2! Beispielsweise werden wir bei den Themen digitale Infrastruktur und der Ausstattung mit moderner Kommunikationstechnik dazu beitragen, die Liebfrauenschule zukunftsfähig zu machen. Wir legen Wert auf die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung in den sogenannten MINT-Fächern. Das ist in unserer digitalen und technologischen Welt wirklich effektive Mädchen-Förderung.

Erlauben Sie mir noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe zwei Töchter, eine ist im zweiten Studienjahr, die andere besucht die 10. Klasse. Aus den Diskussionen mit ihnen – auch zu Sorgen und Nöten – erfahre ich aus erster Hand, was Mädchen beschäftigt, wenn sie ihren Platz in Beruf und Gesellschaft suchen. Beide wollen in Führungspositionen mithelfen, unsere Welt besser zu machen. Diese jahrelange persönliche Anschauung ist vielleicht sogar die wichtigste Vorbildung für meine Aufgabe an der Liebfrauenschule, auf die ich mich sehr freue“, erläutert Peter Soliman.

Mit freundlichen Grüßen

Bischöfliche Pressestelle Mainz / ISR Neuss
Bensheim, Mainz, Neuss, 26. März 2021

 

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